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Interview mit dem Präsidenten des Bundesdenkmalamtes Dr. Christoph Bazil

©Iwana Dzoic — Dr. Christoph Bazil

Dr. Christoph Bazil war im Bundeskanzleramt für Kunstrückgabeangelegenheiten sowie die Agenden Denkmalschutz, Baukultur und Welterbe zuständig und schon vor seiner Berufung als Präsident eingebunden in den Reformprozess des Bundesdenkmalamtes. Mit Erfahrung und Expertise wird er diesen in seiner neuen Funktion weiterführen und vorantreiben. 
Der Verein Historische Gebäude Österrerich hat gemeinsam mit anderen Vereinen und Institutionen nach jahrelangen Forderungen einen Lösungskatalog erarbeitet, deren Empfehlungen sich auch an das Bundesdenkmalamt richten. 
Wir wollen von Dr. Christoph Bazil wissen, inwiefern er diese Empfehlungen mittragen kann.

VHGÖ: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Eigentümer von denkmalgeschützten Objekten sehr hohe Schwellenangst vor dem Bundesdenkmalamt haben. Worauf führen Sie das zurück und wie kann man dem entgegenwirken?

Dr. Bazil: Es mag einen gewissen Respekt überhaupt vor Ämtern geben, aber auch eine Ablehnung von obrigkeitlichem Gehaben. Wenn das gegenüber dem Bundesdenkmalamt empfunden wird, dann ist das schlecht. Das Bundesdenkmalamt ist die staatliche Einrichtung in Österreich, die sich um unser kulturelles Erbe kümmert und eine Servicestelle für die Eigentümerinnen und Eigentümer sowie für alle anderen Interessierten ist. Wenn es hier Schwellenängste gibt, dann müssen wir sie abbauen. Wir müssen nach außen so auftreten, dass man gerne zu uns kommt. Eine Hilfe sind auch die Veranstaltungen, die wir machen, zum Beispiel der Tag des Denkmals Ende September. Es ist mir auch wichtig, dass wir durch Veranstaltungen das Haus hier, die Hofburg, aber auch Mauerbach und die Abteilungen in den Bundesländern öffnen und die Räume für Veranstaltungen zur Verfügung stellen. Das Ziel ist, gemeinsam mit den Eigentümerinnen und Eigentümern, den vielen Bürgerinitativen und interessierten Vereinen das kulturelle Erbe zu erhalten. Denn ein öffentliches Interesse zu vertreten hat nur dann einen Sinn, wenn man eine breite Öffentlichkeit hinter sich hat.

VHGÖ: Die Normen- und Gesetzesflut hat in den letzten Jahren enorm zugenommen. Sehr oft widersprechen sich Baunormen mit denkmalpflegerischen Richtlinien. Wie stehen Sie zur Forderung, für denkmalgeschützte Objekte eine Normen- und Bauordnungsfreistellung in Österreich im Gesetz zu implementieren?

Dr. Bazil:  Die Gesetzesflut ist ein weitreichendes Problem, das wir in vielen Lebensbereichen haben. Gerade bei denkmalgeschützten Gebäuden ist es oft so, dass wir konfrontiert werden mit Bauvorschriften, Sicherheitsstandards, Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerschutzvorschriften, die offenbar gedacht sind für Neubauten. Da spießt es sich in vielen Fällen. In die aktuellen Entwürfe zu den OIB-Richtlinien haben wir erfolgreich eingebracht, dass für bedeutende Bestandsbauten statt starrer Vorgaben gleichwertige Ersatzmaßnahmen möglich sind, um die wichtigen Schutzziele zu erreichen. Die jeweiligen Gesetze und Standards müssen flexibel gestaltet sein. Wir wollen adäquate Lösungen, die selbstverständlich das Schutzziel – wie etwa den Brandschutz, den Arbeitnehmerschutz – erreichen, aber gleichzeitig auch die wesentlichen Denkmalwerte bewahren und das Ganze zu einem architektonisch und wirtschaftlich sinnvollen Ergebnis führen.

Mag.Andrea Böhm, BDA, DI Peter Mensdorff, Dr. Christoph Bazil, Dr. Therese Backhausen VHGÖ

VHGÖ: Die Restaurierung und Erhaltung eines denkmalgeschützten Objektes ist mit einem sehr hohen finanziellen Aufwand verbunden. Bei einer wirtschaftlichen Nutzung eines solchen Objektes ist es meistens nicht mehr darstellbar, eine Refinanzierung innerhalb der Frist einer Liebhaberei darzustellen. Tragen Sie unsere Forderung mit, die Liebhaberei für denkmalgeschützte Objekte abzuschaffen oder auf einen realistischen Zeitraum auszudehnen?

Dr. Bazil:  Mir ist wichtig, dass wir für Denkmale sinnvolle Nutzungen haben, die die Eigentümerinnen und Eigentümer auch wollen. Dabei ist sicher mehr Unterstützung vonseiten der öffentlichen Hand notwendig. Ich habe mittlerweile von einigen Fällen gehört, in denen Eigentümerinnen und Eigentümer nach einer erfolgreichen Sanierung in die Liebhaberei geschlittert sind und mit unerwarteten Steuernachzahlungen belastet werden. Hier brauchen wir offenbar mehr Planungssicherheit für alle, die in die Erhaltung ihrer Denkmale investieren. Ob das durch eine geänderte Vollzugspraxis der Steuerbehörden oder eine neue Regelung der Liebhabereiverordnung erreicht werden kann, müssen wir diskutieren. Mein Ziel ist es, dass Denkmale angemessen genutzt und daher erhalten werden und dass die Eigentümerinnen und Eigentümer verlässliche Rahmenbedingungen finden.

VHGÖ: Könnten Sie sich eine generelle Mehrwertsteuerbefreiung für laufende Erhaltungskosten von denkmalgeschützten Objekten unabhängig von deren Nutzen vorstellen?

Dr. Bazil:  Ich denke, dass es notwendig ist, die Rahmenbedingungen zu verbessern und einen gewissen Lastenausgleich zu schaffen. Der Bestand der Denkmale und ihre Ertragsfähigkeit sind aber sehr unterschiedlich, daher greifen auch steuerliche Maßnahmen unterschiedlich. Da gibt es zum Beispiel Innenstadtzinshäuser, deren Erhalt wirtschaftlich leichter zu bewerkstelligen ist als etwa die Erhaltung eines Bauernhofs in einem Abwanderungsgebiet. Man muss hier ein Gesamtkonzept finden, das Mehrwertsteuer, Einkommenssteuer, Grundsteuer und ähnliche Möglichkeiten umfasst. Da die Erhaltung im öffentlichen Interesse liegt, sollen Eigentümerinnen und Eigentümer, die Denkmale erhalten, sich auch von der öffentlichen Hand unterstützt fühlen.

VHGÖ: Sehr viele denkmalgeschützte Objekte werden oft keiner öffentlichen Nutzung zugeführt, da der Objekteigentümer die gesamte Haftung trägt. Für heute geltende Vorschriften oder deren Nichteinhaltung haftet der Eigentümer. Können Sie sich eine Haftungsfreistellung für denkmalgeschützte Objekte vorstellen?

Dr. Bazil:  Das ist ein großes Thema, das weit über den Denkmalschutz hinausgeht. Eine generelle Haftungsfreistellung wird schwierig sein, weil man da tief in das Zivilrecht eindringt. Wir sind aber da wieder beim Thema der Normenflut. Es wird für Hauseigentümerinnen und -eigentümer zunehmend unübersichtlich, welche Normen gelten, welche Standards zu beachten sind, um nicht im Falle eines Unglücks Schadenersatz leisten zu müssen oder gar wegen einer fahrlässigen Körperverletzung angeklagt zu werden. Ich wäre sehr froh, wenn wir für Gebäude, die Teil unseres Kulturerbes sind, Regelungen bekommen, die es einfach und attraktiv machen, ein Denkmal für die Allgemeinheit zu öffnen.

VHGÖ: Aus wissenschaftlichen Kapazitätsgründen stehen viele tausende Objekte in Österreich nicht unter Denkmalschutz. Es herrscht ein laufender baukultureller Verlust durch fortwährende Entnahme bzw. Zerstörung. Alleine eine Altholzsammelfirma in OÖ reißt im Schnitt zwei denkmalwürdige Holzhäuser pro Woche ab. Wie kann man diese Baukultur retten ohne ein umfangreiches Unterschutzstellungsverfahren je Objekt einzuleiten?

Dr. Bazil:  Das Bundesdenkmalamt stellt laufend Gebäude unter Schutz. Das ist ein sehr tiefer Eingriff in das Eigentum. Hier braucht es ein umfangreiches Verfahren mit stichhaltigen Gutachten, aber auch ausreichenden Informationen für die Eigentümerinnen und Eigentümer. Wir gehen systematisch vor, mit Planungen für die kommenden Jahre. Ich möchte das weiter ausbauen, die Unterschutzstellung ist eine der Kernaufgaben des Bundesdenkmalamtes. Aber ganz gleich wie unsere Kapazitäten aussehen oder wie kompliziert oder einfach die Verfahren sind: Es ist wohl so, dass das Bundesdenkmalamt immer nur jenen Teil der historischen Bausubstanz in Österreich unter Denkmalschutz stellen kann, der besonders bedeutend ist. Wir wollen vorzeigen, dass die Erhaltung nicht nur möglich, sondern auf vielen Ebenen ein Erfolgsmodell ist. Wir müssen daher Vorbildwirkung entfalten, damit unsere baukulturelle Landschaft insgesamt erhalten und sinnvoll weiterentwickelt wird.

VHGÖ: Welche strukturellen Veränderungen im Bundesdenkmalamt planen Sie?

Dr. Bazil:  Jede Organisation muss sich regelmäßig fragen: Bin ich richtig aufgestellt, setze ich meine Ressourcen richtig ein, sind meine Prozesse so, dass sie in der richtigen Zeit zum richtigen Ergebnis führen. Von der Grundstruktur ist das Bundesdenkmalamt in den wesentlichen Punkten sicher richtig aufgestellt. Das bedeutet, wir haben Abteilungen in den Bundesländern, die für die meisten Fragen die erste Ansprech- und Lösungsstelle sind, und wir haben zentrale Abteilungen, die neben den administrativen Angelegenheiten auch einige spezielle Fachgebiete zusammenfassen. Da geht’s mir momentan darum, ob das Zusammenspiel der regionalen Abteilungen mit den zentralen Abteilungen richtig funktioniert. Wir schauen uns derzeit die Prozesse an und haben auch schon ein paar Dinge geändert.

VHGÖ: Ist das Bundesdenkmalamt für die interne Struktur mit einem ausreichenden Budget ausgestattet?

Dr. Bazil:  Das ist bei einer aktiven Behörde so wie in jeder unternehmungslustigen Familie: Wenn man nicht gut plant und aufpasst, dann bleiben am Ende des Geldes manchmal noch ein paar Tage des Monats über. Aber im Ernst, natürlich sind nie genug Ressourcen da, um alles zu machen, was gut und schön sein kann. Wichtig ist, dass wir die Ressourcen, die wir haben, bestens einsetzen: Wir sind fast 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hier im Haus und wir haben über € 15 Mio. für Förderungen. Das ist jetzt nicht ganz wenig, auch wenn man sagen muss, dass die Förderungen in den letzten 20 Jahren im Durchschnitt betrachtet nicht gestiegen sind. Da ist es doch sehr bemerkenswert, dass das Kulturerbe in Österreich in einem außergewöhnlich guten Zustand ist. Ohne jetzt einzelne Probleme weg reden zu wollen, aber wenn man so übers Land fährt oder durch die Städte und die Orte geht, steht im Großen und Ganzen vieles doch sehr, sehr gut da. Das zeigt mir, dass die Eigentümerinnen und Eigentümer offenbar ein Interesse haben, das alles zu erhalten und dass die Erhaltung des kulturellen Erbes ein insgesamt sehr positives Thema ist. Als Präsident des Bundesdenkmalamtes möchte ich aber auch sagen, dass auch die Kolleginnen und Kollegen sehr gute Arbeit leisten und die Anliegen des Denkmalschutzes gut vermitteln, trotz mäßiger finanzieller Anreize für die Eigentümerinnen und Eigentümer.

VHGÖ: Verfügt das Bundesdenkmalamt über genügend Budget, das für unter Schutz stehende Objekte verwendet werden kann?

Dr. Bazil:  Wie schon gesagt, ich denke man hat nie genügend Ressourcen. Wer wirklich für eine Sache engagiert ist, wer wirklich etwas erreichen will, hat auch mehr Ideen und Pläne als Ressourcen. Das ist im Privaten so und da geht’s einer Behörde genauso. Wir haben engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die viele Pläne und Ideen haben und es gibt viele private Initiativen, die uns zu noch mehr Aktivitäten auffordern. Umgekehrt soll man ja nicht immer klagen, weil das hat auch nicht viel Sinn: „Hätt´ i´ – tät´ i´ – war´ i´“ ist kein Managementprinzip, sondern eine Ausrede. Aber wir werden klarer sagen müssen, wofür das Bundesdenkmalamt steht und was wir erreichen wollen. Wer ein vernünftiges Konzept und vernünftige Projekte hat und die auch erklären kann, wird entsprechende Ressourcen bekommen. Die Golddukaten werden nicht vom Himmel fallen, aber man muss wissen was man tun will, dann wird man auch die entsprechende Unterstützung bekommen.

VHGÖ: Welche Rolle kann das Bundesdenkmalamt zwischen dem UNESCO Welterbekomitee und den jeweiligen Kommunen wie z.B. der Stadt Wien einnehmen bzw. sollte man der Denkmalschutzbehörde des Landes in der Frage des Weltkulturerbes eine Parteienstellung ermöglichen?

Dr. Bazil:  Das Welterbe ist ein sehr wichtiges Label, hat hohe Aufmerksamkeitswerte und zeigt, dass das kulturelle Erbe und Denkmale einen ganz hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft haben. Die Welterbekonvention hat einen umfassenden, integralen Ansatz für die Erhaltung der Welterbestätten. Sie greift weit über den Denkmalschutz und betrifft auch die Raumplanung, den Naturschutz, Fragen der Infrastruktur und vieles mehr. Zum Beispiel spielt in der Wachau der Hochwasserschutz regelmäßig eine Rolle. Daher kann keine nationale Denkmalschutzbehörde alleine diese Fragen beantworten. In Österreich hat das Bundeskanzleramt eine führende und koordinierende Aufgabe zwischen den Bundesdienststellen, den Ländern und den Gemeinden. Die Entwicklung von Managementplänen für jede Welterbestätte ist ein wichtiges Instrument und hier ist das Bundesdenkmalamt eingebunden. Eine Parteistellung zwischen dem Welterbekomitee und den Gemeinden sehe ich aber nicht. Das Welterbekomitee wird von den Vertragsstaaten gewählt, ist also eine zwischenstaatliche Einrichtung. Hier geht um das Verhältnis zwischen der Republik Österreich, der UNESCO und anderen Staaten, also um die internationale Dimension. Wir tragen auf nationaler Ebene das Unsere für eine erfolgreiche Umsetzung bei.



Tag des Denkmals am 29. September 2019

Kaiser, Könige und Philosophen – 100 Jahre Frauenwahlrecht

Eine Veranstaltung des Bundesdenkmalamtes

Am Tag des Denkmals ladet das Bundesdenkmalamt ein auf eine kulturgeschichtliche Reise durch die Denkmallandschaft Österreichs: Zahlreiche denkmalgeschützte Objekte öffnen bei freiem Eintritt ihre Tore, spezielle Programmpunkte und Führungen ermöglichen einen ganz besonderen Blick auf unser kulturelles Erbe und machen Denkmalschutz und Denkmalpflege erlebbar!

2019 steht der Tag des Denkmals am 29. September unter dem Motto „Kaiser, Könige und Philosophen“. Österreichweit können rund 270 Eventorte größtenteils bei freiem Eintritt und unter fachkundiger Führung besucht und erlebt werden.

 

…hier geht es zum Programm…


Eine Reise auf den Spuren der Bischöfe von Gurk

Besuch bei Landesdelegat Leopold Graf Goess und seiner Familie im Schloss Ebenthal

Besichtigung der neueren Bischofsresidenz Schloss Pöckstein

 

 Constantin Staus-Rausch

Fotos © Siegbert Sappert

 Seit 1072 existiert das Bistum Gurk als Zweitältestes auf Österreichischem Boden. Nach dem Tod der heiligen Hemma 1045 gelangten umfangreiche Besitzungen in die Hände der Kirche. Im Rahmen einer dreitägigen Reise vom 06.-08. September 2019 verfolgten wir die kulturellen Zeugnisse und Stätten dieser Geschichte von ihren Anfängen herauf bis in die Gegenwart.

Empfang auf Schloss Grades

Eine gut gelaunte Gruppe reiste individuell mit dem Auto an. Der Treffpunkt war das Zentrum der Macht, das Klagenfurter Landhaus, in dem unsere Reise mit einem Mittagessen begann. Nicht einmal das schlechte Wetter konnte die gute Stimmung beeinflussen. Der erste offizielle Programmpunkt war eine beeindruckende Führung mit dem Historiker

Dr. Robert Kluger durch die Bischofsresidenz, das ehemalige Palais der Erzherzogin Maria Anna in Klagenfurt. Originale Räumlichkeiten aus der Epoche des Bischofs Franz Xaver Salm (1783-1822) und der nachfolgenden Generationen gaben einen Einblick in die Hofhaltung dieser geistlichen Herrscher der Vergangenheit.

Der nächste Programmpunkt war ein Besuch bei Landesdelegat Leopold Graf Goess und seiner Familie im Schloss Ebenthal. Der phantastische Musiksalon mit den Wandmalereien von Josef Ferdinand Fromiller oder das Speisezimmer mit den Familienporträts der Familie Goess hinterließen einen großartigen Eindruck. Zur Zeit des Bischofs Johan VIII. Goess (1675-1696) gelangte dieses Haus, wie noch einige andere in den Familienbesitz.

Den Abend ließen wir gemütlich im komfortablen Hotel Das Salvator ausklingen.

Der Nächste Tag sollte noch anspruchsvoller werden. Der Tag begann mit einem Besuch im Dom zu Gurk, einem Besuch am Grab der Hl. Hemma und einer Besichtigung der Domschatzkammer mit ihren einzigartigen Sammlungen. Besonderes Augenmerk musste hier auf die bemerkenswert gut restaurierten und präsentierten Museumsräumlichkeiten gelenkt werden.

Mit Schloss Straßburg im Gurktal erreichten wir die eigentliche Hauptresidenz der Gurker Kirchenfürsten. Obwohl ein beträchtlicher Teil der Anlage im 19. und 20. Jahrhundert wieder aufgebaut wurde, ist noch heute der ungeheure Einfluss dieser mächtigen Männer im Gebäude spürbar. Heute wird die Straßburg von einigen Museen genutzt und beherbergt eine hübsche kleine Kapelle. Die Stadtpfarrkirche St. Nicolaus in Straßburg war Grablege und Hauspfarre der Gurker Bischöfe und spielte somit eine herausragende Rolle. Einer näheren Besichtigung, die wir spontan beschlossen hatten, kam eine gerade stattfindende Hochzeit entgegen, womit wir etwas früher als geplant aufbrachen zum Mittagessen im legendären Gasthof Kornberger auf der Prekova.

In der Wallfahrtskirche St. Wolfgang ob Grades

Anschließend besichtigten wir mit der neueren Bischofsresidenz Schloss Pöckstein den wohl bedeutendsten klassizistischen Bau Kärntens. Auch hier erfuhren wir Interessantes über Restaurieransätze und den Umgang mit Behörden.

Am Abend durfte ich die Gruppe zum Dinner auf Schloss Grades, der nächsten Bischofsresidenz, willkommen heißen. Zwischenzeitlich wurde mir vor Augen geführt, wieviel Organisationstalent für einen solchen Abend von Nöten war, freue mich aber sehr, dass sich alle Gäste wohlzufühlen schienen.

Der Sonntag begann, so wie sich das gehört, mit einem Messbesuch in der Wallfahrtskirche St. Wolfgang ob Grades. Hier war es der Salzburger Erzbischof und Gurker Bischof Matthäus Lang von Wellenburg (1505-1522), der sich mit der Errichtung dieser Wehr- und Wallfahrtskirche ein Denkmal setzte.

Anschließend setzten wir unser Programm mit einem Besuch bei unserem Mitglied DI Jürgen Moravi, einem Mitarbeiter der Bundesdenkmalamtes fort, der uns durch sein eindrucksvolles Bürgerhaus in Friesach führte. Unterschiedliche Malschichten, Putze und Oberflächengestaltungen zeigen in diesem Haus besonders anschaulich, welche denkmalpflegerischen Möglichkeiten es heutzutage gibt. Die besonders liebevolle und aufwändige Restaurierung dieses Hauses setzt Maßstäbe, die für alle Besitzer historischer Gebäude beispielgebend sein kann.

Ihren Abschluss fand unsere Reise beim Mittagessen im Braukeller der Brauerei Hirt, die nächstes Jahr auch auf 750 Jahre Geschichte zurückblicken kann. Ein letztes Mal wurden wir hier dem Motto unserer Reise gerecht, ziert doch das Logo der Brauerei das Wappen des Bischof Salm.

Mir persönlich war es eine Ehre und ein Vergnügen, diese Reise zu organisieren, ich möchte mich bei allen Teilnehmern noch einmal bedanken und freue mich auf eine Fortsetzung bei der nächsten Reise.

 


Wir möchten Sie auf ein durch die LEADER  Region Weinviertel-Manhartsberg unterstütztes und mit EU (LEADER) Geldern gefördertes Projekt aufmerksam machen.

Nina Blazek, Absolventin der FH Technikum Wien, ging in ihrer Masterarbeit – ausgehend von einem „Veranstaltungs- und Marketingkonzept für Schloss Schrattenthal“ – der Frage nach, ob und vor allem welche digitalen Marketingmaßnahmen die Besuchermotivation von Schlössern und Burgen erhöhen kann. Das Bewusstsein von Schlossherren und Burgbesitzern über die Bedeutung des Einsatzes digitaler Marketingmaßnahmen ist zwar vorhanden, doch die richtige Umsetzung und vor allem die Kontinuität fehlen. Das liegt teils am fehlenden Know-how, teils am fehlenden Budget für zusätzliche Mitarbeiter.

Die Zusammenfassung:

Zusammenfassung Nina Blazek

 

…Hier klicken zur gesamten Masterarbeit …


Präsentation von Waffen

Bei der letzten Generalversammlung wurde nach den neuen gesetzlichen Regeln bei der Präsentation von Waffen gefragt. Herr Mag.iur. Josef MÖTZ, Experte für Sammler-, Ordonnanz- und Faustfeuerwaffen bei der Firma Joh. Springerˊs Erben Handels GmbH, gab uns auf die grundsätzliche Frage der Präsentation von Waffen in Museen Auskunft.

Waffen in Museen

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ABSCHIED… ABBRUCH… PLATZ FÜR NEUES…

Imma Walderdorff

Foto: ©Regina Voggeneder, Sonja Steinmetz, Doris Schiefer

Unter dem Titel: „Abschied… Abbruch… Platz für Neues“ beweihräuchert sich derzeit die Diözese Linz. Sie haben es endlich geschafft, den aus dem 17./18.Jh. (Umbauten im 19. Jh.) stammenden  Pfarrhof neben der Kirche in Kefermarkt abzureißen. Leicht war es nicht, da der Pfarrhof unter Denkmalschutz stand. Aber auch diese Hürde meisterten sie bravourös und schafften eine Entlassung aus der Unterschutzstellung.

Mitte Juni 2019 wurden Dipl.Ing. Peter Mensdorff-Pouilly, Dr. Georg Spiegelfeld-Schneeburg und Dr. Imma Walderdorff zu einem Lokalaugenschein zur Rettung des Pfarrhofs gebeten. Die großen Risse wegen statischer Probleme, einer der Gründe für den Abriss, würden erst kommen. Wann genau konnte man nicht sagen, aber sie würden kommen. Die Kostenschätzung von € 600.000,- für die Restaurierung wurde durch einen Gegenkostenvoranschlag von €1.200.000,- als unrealistisch abgetan. Die Diözese entschied sich daher für einen Neubau, dessen Kosten fix seien.

Ende August/Anfang September schleifte man den Pfarrhof und freut sich jetzt, endlich einen freien Blick auf die Kirche zu haben. Die OÖ Nachrichten titulierten den Akt der Kulturlosigkeit mit „Gordischer Knoten Kirchenplatz Kefermarkt gelöst“.

Jetzt beginnt man mit den Planungen für den Neubau. Im neuen modernen Gebäude soll ein Gotik- und eine Adalbert Stifter Zentrum entstehen. Man möchte die „Wiege der österreichischen Denkmalpflege“ nicht in einem denkmalgeschützten Haus präsentieren, weil das nicht zeitgemäß sei. So sieht der Kulturpolitik der Kirche aus!

 

Fotos: https://pfarre-kefermarkt.dioezese-linz.at/2019/08/abschied-abbruch-platz-fuer-neues/

 


Burg Altpernstein – Umbau mit Überraschungen

©Helena Wimmer                                                                      ©Christoph Brandstätter

Burg Altpernstein, eine rund 1000-jährige Festung hoch über dem Kremstal in Oberösterreich, wurde voriges Jahr von ISK (Institut für Soziale Kompetenz) als neuem Pächter übernommen und wird nun generalsaniert, um künftig wieder Schulklassen, Jugendgruppen, Familien und andere Gäste zu beherbergen.

Auch wenn mit Elan an der Renovierung gearbeitet wird, ist es derzeit nicht möglich, abzuschätzen, ob die Umbauarbeiten zum geplanten Eröffnungstermin, dem Tag des Denkmals am 29. September 2019, an dem bei freiem Eintritt Burgführungen stattfinden werden, abgeschlossen sind. Der Grund: das Umbau-Team sieht sich laufend mit neuen Herausforderungen konfrontiert, da die jahrhundertealte Bausubstanz schlechter ist, als ursprünglich angenommen. Nur mithilfe kreativer Lösungen und dem Einsatz von Spezialkränen, Kletterern und anderer Hilfsmittel können die Bauetappen, wie z. B. das Einziehen neuer, den statischen Anforderungen entsprechenden, Zwischendecken und die Installation einer Pellets-Zentralheizung, gemeistert werden. Peter Leeb, Geschäftsführer von ISK, schätzt, dass sich die Investitionssumme auf mindestens 1,2 Mio. Euro belaufen wird.

Bei diesem Vorhaben kann das Burg-Team auf breite Unterstützung in der Bevölkerung zählen, die sich mit „ihrem“ Wahrzeichen identifiziert: schon mehrmals veranstaltete Burg- und Baustellenführungen stießen auf großes Interesse und auch die Möglichkeit, sich finanziell am Burgumbau mittels Privatdarlehen mit bis zu 5% Verzinsung zu beteiligen, wird mehr und mehr angenommen.

Insgesamt 30 Wohlfühlzimmer mit je 1-6 Betten sollen nach Fertigstellung rund 100 Gästen Platz bieten. Die Freizeiteinrichtungen rund um die Burg wurden schon in Betrieb genommen: Klettersteig, E-Bike-Verleih und ein Bogen-Parcours laden bereits jetzt die Ausflugsgäste am Wochenende ein, einen erlebnisreichen Tag auf der Burg zu verbringen. Die Wander- und Radwege der Umgebung erfreuen sich bei Mountain- und E-Bikern, Wanderern und Trailrunnern großer Beliebtheit. Nach der sportlichen Einheit kann man auf der Burgterrasse entspannen und die Aussicht bei Kaffee und Kuchen genießen (derzeit Sa/So 11-19 Uhr, bei Schönwetter).

Weitere Informationen unter www.burgaltpernstein.at oder www.facebook.com/burgaltpernstein.at

 


Der Gustav-Klimt-Garten am Attersee:
ein Denkmal für den Künstler des »ewigen Blühens«

Mag. Laura Erhold (Klimt-Foundation, Wien)

Mit Vorliebe verlor sich Gustav Klimt in der Welt der Pflanzen, ob im Hinterhofgrünraum seines Josefstädter Ateliers, im verwunschenen Künstlergarten des Biedermeierateliers in Hietzing oder an seinem motivisch ausgiebigsten »Sehnsuchtsort«, dem Attersee. Zwischen 1900 und 1916 schuf Gustav Klimt, der von Ludwig Hevesi als Künstler »des ewigen Blühens« bezeichnet wurde, über 40 der rund 55 bekannten Landschaftsgemälde in dieser Gegend und setzte damit dem Attersee ein Denkmal in Bildern. 

© Klimt-Foundation, Wien

Klimts Begeisterung für die florale Pracht entfaltet sich besonders in seinen faszinierenden Gartendarstellungen ab 1907, die nicht mehr nur reine Wiedergaben der Natur sind, sondern auf quadratischen Leinwänden ein freies Kräftespiel von Farben, Formen und Perspektive entfalten. Sechs dieser Gartenansichten, die Klimt zwischen 1907 und 1916 malte – Bauerngarten (1907), Bauerngarten mit Sonnenblumen (1907), Obstgarten mit Rosen (Rosengarten) (1912), Bauerngarten mit Kruzifix (1912, verbrannt auf Schloss Immendorf, Niederösterreich, Mai 1945), Italienische Gartenlandschaft (1913) und Gartenweg mit Hühnern (1916, verbrannt auf Schloss Immendorf, Niederösterreich, Mai 1945) – waren die Basis für ein umfangreiches Pflanzenkonzept der Klimt-Foundation. Dieses diente als Vorgabe für die Gestaltung der rund 100 Quadratmeter großen und in sechs quadratischen Beeten konzipierten Anlage mit Seerosenbecken und Rosenhecken in der Bucht Marina. Jedes Hochbeet verweist mit einer Abbildung auf das jeweils als Vorbild fungierende Gemälde. Eine exakte Nachstellung der Gartenansichten wurde bewusst vermieden und eine naturbelassene Bepflanzung bevorzugt, die wiederum die Erinnerung an wild gewachsene, üppige Gärten, die zu Klimts Lebzeiten en vogue waren und ihn inspirierten, wecken soll. Je nach Blütezeit entfalten im Klimt-Garten intensiv gelb-orange leuchtende Sonnenblumen, duftender Lavendel sowie rosa blühender Oleander, Malven in Rosa und Rot-Nuancen und gelbe Rosen neben weiteren Pflanzen  ihre Leuchtkraft und bringen die florale Vielfalt der Gartenansichten Gustav Klimts zum Vorschein. Die ganzjährig zu besichtigende Anlage ist Teil des Gustav-Klimt-Themenweges rund um den Attersee und befindet sich unmittelbar neben dem Schloss Kammer vor dem Gustav-Klimt-Zentrum in Schörfling.

Die Faszination, die die Pflanzenwelt auf Klimt und seine künstlerischen Weggefährten ausübte, lässt sich auch in der aktuellen von der Klimt-Foundation kuratierten Sonderschau »Florale Welten – Blühender Jugendstil« im Klimt-Zentrum entdecken. Sie widmet sich der Naturverbundenheit des Künstlers und dem Phänomen des floralen Jugendstils im Wien um 1900 anhand vielzähliger, hochkarätiger Objekte. Das gleichnamige Buch aus der Reihe Edition Klimt, herausgegeben von Sandra Tretter und Peter Weinhäupl mit Beiträgen von Laura Erhold, Alexandra Matzner, Sandra Tretter und Peter Weinhäupl und erschienen im Christian Brandstätter Verlag bietet zusätzlich spannende und informative Einblicke in dieses Thema.

© Klimt-Foundation, Wien

Öffnungszeiten Klimt-Zentrum 2019:

01.05.2019 – 16.06.2019  &  11.09.2019 – 27.10.2019
Mi – So: 10 bis 16 Uhr

21.06.2019 – 08.09.2019
täglich 10 bis 16 Uhr

Öffnungszeiten Klimt-Zentrum 2020:

01.05.2020-21.06.2020 & 07.09.2020-26.10.2020
Mi-So: 10 bis 16 Uhr

22.06.2020-06.09.2020
täglich: 10 bis 16 Uhr

© Klimt-Foundation, Wien

klimt-am-attersee.at | klimt-garten.at


Fotoalbum Moldauklöster

Das Album illustriert die einzigartigen farbprächtigen Fresken der Moldauklöster.

Diese wurden mehrere hundert Jahre durch eine Rußschicht bedeckt, sehr gut konserviert und erst vor wenigen Jahren wieder freigelegt.

In 32 Seiten werden die bedeutendsten Moldauklöster wie das Sucevita Kloster/Moldovita Kloster, Patrauti Kloster und das Nonnenkloster Agapia auf hochwertigem Fotopapier farbillustriert.

Preis: € 150 / für Mitglieder € 130

Bestellung unter: Alexander Kossär

Stremayrgasse 4

8010 Graz

Mobil: 0664 355 49 77

E-Mail: kossaer@baumarkt-antiqua.at



SAVE THE DATE

 Preisverleihung in Linz

am Mittwoch, 30. Oktober 2019, 18.00 Uhr

im Linzer Landhaus, Steinerner Saal

Nähere Informationen demnächst

 


Eine Topothek

ist ein Onlinearchiv von digitalisierten Fotos der Geschichte eines Ortes, eines Gebäudes, das ganz einfach erstellt werden kann.

Es hilft, das Wissen um die Wurzeln in einer schnelllebigen Zeit zu erhalten und ist gleichzeitig ein Projekt, das Menschen zusammenbringt.

Die Vorteile der Topothek sind:

  • Die einfache Erstellung des Onlinearchives
  • Die geografische Verortung über Google Maps, damit kann die Position auch vom Betrachter lokalisiert werden
  • Die zeithistorische Suchmaske
  • Die Beschlagwortung, mit der ganz einfach nach Stichworten gesucht werden kann
  • Der mögliche Ausschluss der Öffentlichkeit
  • Die Datenspeicherung erfolgt auf Servern in Deutschland, mit einer Sicherung in Österreich

 

Eine Topothek eignet sich sowohl zur Präsentation von Inhalten als auch zur internen Verwaltung. Nicht freigegebene Inhalte werden nur für AdministratorInnen (TopothekarInnen) sicht- und bearbeitbar. Die Öffentlichkeit kann gänzlich ausgeschlossen werden bzw. sofern nicht gewünscht, keine Einträge und Änderungen vornehmen.

Die Einpflege der Daten kann von verschiedenen Personen erfolgen. Dazu empfiehlt sich ein kleiner, für Ihr Thema verfasster Thesaurus, sodass eine möglichst einheitliche Verschlagwortung erzielt werden kann: z.B. Epochen (Barock, …), Bauteile (Burgfried, Sala Teresa, …), Bauweisen (Feldsteinmauer, Kappengewölbe, …), Besitzer, u.f.m. Unterschiedlichen Berechtigungssysteme, auch für Gruppen, sind möglich.

Historisches Kartenmaterial lässt sich einpflegen und als Überleger der Grundkarte transparent sichtbar machen.

Die Oberfläche ist bereits in mehrere Sprachen übersetzt. So sind die Österreich umgebenden Landessprachen (Tschechisch, Ungarisch, Kroatisch, Italienisch) schon vorhanden. Das System wird permanent erweitert und verbessert, neue Katalogisierungsfunktionen wurden eben erst eingebaut.

Es gibt derzeit rund 260 Topotheken in Österreich, aber auch schon in einigen europäischen Ländern. Ein besonders gutes Beispiel ist die Topothek über den Wiener Prater, die einen sozialen und historischen Streifzug durch Wiens Vergnügungspark zeigt.

https://www.topothek.at/de/unsere-topotheken/

Wenn Sie auch Interesse an einer lebendigen Dokumentation der reichhaltigen Geschichte  Ihrer Schätze haben, freue ich mich über die Kontaktaufnahme:

Bernhard Fink MA

+43 699 1955 2442


Restaurierungsarbeit gesucht

69jähriger, handwerklich sehr begabter, gelernter Sensenschmied und Kunsttischlereivorarbeiter mit einer Ausbildung in Illusionsmalerei (San Remo) sowie mit Montageerfahrungen in ganz Mitteleuropa, sucht auf der Ebene von € 400 Restaurierungsarbeit – auch langfristig – in Österreich oder Südtirol.

Bei Interesse bitte um Kontaktaufnahme mit:

Günther Wittmann

Tel. +43 699 128 677 93


Buchempfehlungen

Festschrift 300 Jahre Johann Bergl „Bergl einerseits – Bergl andererseits

Internationale FachexpertInnen schreiben zu Johann Bergl aus vielfacher Perspektive

Hg: Andreas Gamerith und P. Martin Rotheneder

ISBN: 978-3-9503864-4-8

€ 19,90

Einerseits – andererseits. Von zwei Seiten her anfangen, auch wenn man das Buch dafür auf den Kopf stellen muss?

Die Überlegung war nicht nur die, dass die Künstlerpersönlichkeit Johann Wenzel Bergls diese Vielseitigkeit vorgibt (einerseits der schmiegsame Maler-Lakai mit seinen harmlosen exotischen Zimmern, andererseits der intuitive Künstler, exzessiv und individuell im Ausdruck seines individuellen Empfindens).

Es war auch wichtig, ihn als Künstler nicht nur von der Seite der Wissenschaft her zu betrachten. Nicht nur Zahlen, Daten und Fakten sollten zu Wort kommen, sondern auch Annäherungen an eine Bildwelt, die diesen freien Zugang geradezu provoziert, abseits der Kunstgeschichte. Bergls Malerei in ihrer Vielschichtigkeit vorzustellen, war das Ziel – in einem Buch für Schauende, für Leser und Leserinnen

 

Robert Bouchal – Hanne Egghardt

Waldviertel – Hort der Burgen, Schlösser und Ruinen

Erscheinungsdatum: Oktober 2019
ISBN: 978-3-99024-855-3
ca. 200 Seiten
Buch / gebunden
22,50 cm x 20,50 cm

ca 26,90 €

Zinnengekrönte Burgen, verfallene Türme, geheimnisvolle, sagenumwitterte Plätze: es gibt jede Menge geheimnisvoller Orte zu entdecken.

Dieses Buch führt den Leser auf eine spannende Zeitreise zu den faszinierenden Bauwerken in dieser archaischen Landschaft. Die beiden Autoren öffnen Türen, entführen zu Rittern, Templern und Freimaurern. Zu Steinen die Geschichten erzählen. Es werden in unzähligen Bildern und einer Vielzahl von Erzählungen eine Fülle unbekannter Bereiche betreten, es wird die Phantasie beflügelt und längst vergangenen Zeiten Leben eingehaucht. Das Waldviertel ist eines der spannendsten Landschaftsteile Österreichs. Nirgends verbindet sich Weite und Abgeschiedenheit zu so einem gnadenlosen Brennpunkt der Geschichte

Das Buch für den begeisternden Wanderer und Entdecker erscheint im Kral Verlag.